Primar Dr. Thomas Speil Facharzt für Chirurgie
Primar Dr. Thomas SpeilFacharzt für Chirurgie

Operative Möglichkeiten bei Reflux

Saures Aufstoßen, Sodbrennen, Heiserkeit und Schluckstörungen. Die Refluxkrankheit kann die Lebensqualität beträchtlich einschränken. In manchen Fällen ist ein operativer Eingriff die sinnvollste Langzeittherapie.

Doch wann ist eine Operation wirklich indiziert? Was passiert bei der Operation und wie lange muss der betroffene Patient im Anschluss im Spital bleiben? Wie stehen die Genesungschancen?

Wir haben die wichtigsten Fragen für Sie zusammengefasst.

 

Wie unterscheidet sich Reflux von Sodbrennen?

Ca. 65% der Bevölkerung leiden hin und wieder an Sodbrennen. Saurer und aggressiver Mageninhalt läuft zurück in die Speiseröhre und löst einen brennenden Schmerz hinter dem Brustbein aus.
Wenn der Magensaft auch in den Mundraum gelangt und dies mindestens ein- bis zweimal wöchentlich auftritt, so lautet die Diagnose Reflux.
Dieser kann mit Reizhusten, Asthma, chronischer Bronchitis, Heiserkeit oder Schluckstörungen einhergehen und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Die immer wieder hochsteigende Magensäure kann an der ungeschützten Schleimhaut der Speiseröhre Verätzungen, Entzündungen und Geschwüre herbeiführen, die im schlimmsten Fall zu Krebs führen können.

 

Wann muss eine Refluxerkrankung operiert werden?
Eine Operation ist dann sinnvoll, wenn die Refluxerkrankung sehr schwer ist und die medikamentöse Therapie entweder nicht gut vertragen oder vom Patienten abgelehnt wird. Auch Patienten, die seit Jahrzehnten mit Säureblockern behandelt werden, sollten eine Operation in Betracht ziehen, denn die Medikamente beeinflussen bei jahrelanger Einnahme die Magensäurebarriere und töten auch jene Bakterien ab, die für die Verdauung und den Darm wichtig sind. Manchmal kann der massive Rückfluss aber auch medikamentös nicht verhindert werden und der Speisebrei fließt bis in den Mundraum zurück. Da der natürliche Verschluss zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig funktioniert bzw. undicht ist, muss er operativ wieder hergestellt werden.
Auch bei Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut bzw. im Falle von Geschwüren oder Deformierungen der Speiseröhre ist eine Operation sinnvoll.

 

Was passiert bei der Operation?
Bevor operiert wird, sind Voruntersuchungen in Form einer Magenspiegelung (Gastroskopie) und eines so genannten Schluckaktröntgens notwendig. Die Operation selbst wird dann minimal-invasiv, das heißt mittels Knopflochchirurgie, durchgeführt. Diese Methode ist für den Patienten besonders schonend, da nur sehr kleine Schnitte notwendig sind, was einerseits eine raschere Wundheilung und weniger postoperative Schmerzen und andererseits eine geringe Narbenbildung mit sich bringt.
Bei der Operation, der so genannten Fundoplicatio, verschafft sich der Chirurg zunächst über vier kleine Schnitte Zugang zum Operationsgebiet. Es werden Lichtquellen, eine Videokamera und winzige chirurgische Instrumente eingeführt. Das Operationsgebiet wird durch die Kamera stark vergrößert und auf einen Bildschirm übertragen. Dann wird der oberste Teil der Magenblase (Fundus) hinter der Speiseröhre durchgezogen und wie ein Kragen um die Speiseröhre gelegt. So entsteht eine Falte, die dem natürlichen Schließmechanismus des Magens ähnelt und damit ein Ruckfließen verhindert.
Dieser Eingriff dauert etwa eineinviertel bis eineinhalb Stunden.

 

Was ist nach dem operativen Eingriff zu beachten?
Nach der Operation bleibt der Patient noch ca. sieben Tage im Spital. Er muss keine besondere Diät halten, sollte jedoch darauf achten, die ersten Mahlzeiten besonders langsam und gut zu kauen. Es ist auch ratsam, zwischen den einzelnen Schlucken ein wenig Zeit vergehen zu lassen. Bei manchen Patienten treten in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Operation auch leichte Schluckbeschwerden auf – vor allem bei zu raschem Schlucken. Da der Magen durch den Eingriff ein wenig verkleinert wurde, verlieren viele Patienten nach der Operation an Gewicht. Nach einiger Zeit dehnt sich jedoch der Magen wieder.
Der Patient ist jedenfalls unmittelbar nach dem Eingriff refluxfrei – für viele Langzeitgeplagte fast schon ein neues Lebensgefühl.

Kontakt:

Ordination

Primar Dr. Thomas Speil

Facharzt für Chirurgie
Guggenbichlerstraße 20
5026 Salzburg

Tel.: 0662 6385 610

Mail: thomas.speil@pkwd.at

www.chirurgie-speil.at

Ordination nach telefonischer Vereinbarung.

Kassenverträge mit BVA, SVA und VAEB
Wahlarzt aller anderen Kassen

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Primar Dr. Thomas Speil, Facharzt für Chirurgie